Greenwich Riverside Walk

Date Juni 30, 2007

Die Gegend zwischen Greenwich Village und der North Greenwich Station ist garantiert kein Touristen-Anziehungspunkt. Der Weg über das Landesinnere ist langweilig, und der Weg am Fluss sieht auch nicht sehr ansehnlich aus: Die Docks, die hier einmal waren, liegen zum Großteil immer noch brach, und was nicht brach liegt, wird industriell genutzt. Faszinierend, so nah am UNESCO-Weltkulturerbe eine rauhe Industriegegend zu haben. Und mitten durch, fast immer am Fluss entlang, führt der Greenwich Riverside Walk, ein Abschnitt des Thames Path.

Industrieromantik kann schön sein, daher nahm ich die Gelegenheit wahr, zu einer Verabredung im The O2 zu Fuß zu gehen, anstatt wie üblich den 188er Bus zu nehmen. Allerdings nicht ohne mich vorher zu erkundigen. Ok, ich bin über die Vergangenheit der Greenwich Riverside schon vor Monaten gestolpert und musste daher nur etwas auffrischen. Der Weg war dann aber so interessant, dass ich hinterher noch nachlesen musste, wo ich denn überall vorbeigelaufen war und vor allem was für eine Geschichte hinter den Orten steckte.

Eine extrem gute Informationsressource ist die Greenwich Industrial History Society, die seit 1998 die Geschichte dieser ungemein interessanten Gegend zusammenträgt und gut verdaulich zugänglich macht. Zumindest so verdaulich, dass mein Spaziergang eine kleine, kurze, industrieromantische Reise in die Vergangenheit wurde.

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Ping Pong in Fitzrovia

Date Juni 25, 2007

Ping Pong kenne ich schon. Gerade einmal vor etwa vier Monaten war ich zum ersten Mal in einer Filiale der expandierenden Dim-Sum-Kette. Der heutige Anlass, die Goodge-Street-Filiale aufzusuchen, war ein Geburtstag.

Jasmine Flower Tea at Ping Pong

Jasmine Flower Tea at Ping Pong

Zu berichten gibt es grundsätzlich nichts anderes als beim ersten Mal im Ping Pong, allerdings wurde mir hier ins Gedächtnis gerufen, was für Widrigkeiten man begegnet, wenn man in einer größeren Gruppe essen geht. Dabei waren wir mit etwa einem Dutzend gar nicht so viele – dennoch, bei Gruppen gelten andere Regeln: Ping Pong wollte uns nämlich ein Set Menu aufdrücken, anstatt à la Carte zu bestellen. Ok, da habe ich ja auch nichts gegen, wenn alles stimmt. Das Ping-Pong-Gruppenmenü allerdings liegt preislich doch merklich über dem, was man für das exakt gleiche aus der Einzelspeisekarte ausgeben würde. Habe ich da irgendein Prinzip nicht begriffen?

Wie auch immer, nach kurzer Diskussion ließen sie sich auf unsere Bedingungen ein, und es wurde ein schöner Abend mit gewohnt guten Teigpäckchen. Auch der Jasmine Flower Tea war natürlich wieder mit dabei. Ach ja, und diesmal hatte ich mir ein Dessert geteilt, etwas Panacotta-ähnliches, nur, dass es Mangocreme war. Göttlich.

Lässt sich etwas über die Räumlichkeiten dieser Filiale sagen? Nun, es ist ziemlich genauso dunkel-elegant eingerichtet, wie man es vom Einheitslook einer Kette erwartet, und wir saßen zum Glück oben im ersten Stock. Nicht, dass das Erdgeschoss hässlich oder falsch wäre, aber oben wirkte es wesentlich weniger hektisch. Als Gruppe ist es dann doch angenehmer, einen kompletten Stock (ok, mit londontypischer Grundfläche, also nicht riesig) fast für sich alleine zu haben. Anschreien brauchten wir uns nämlich überhaupt nicht; alles andere als.

Probiertipp: Dieses Mangocreme-Dessert natürlich…

London Eating Review
TimeOut Review

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Out of the Blue

Date Juni 24, 2007

Der Millennium Dome. Ab heute offiziell nicht mehr. Denn ab heute greift das Rebranding und der große, weiße Elefant heißt jetzt (ok, eigentlich schon seit 2005) The O2. Offizielle Eröffnung am 24. Juni 2007 abends durch Bon Jovi, der sein erstes Hallenkonzert im Königreich seit 15 Jahren geben sollte.

Bei der offiziellen Eröffnung war ich aber gar nicht, nein, ich gesellte mich zu den Massen, die bereits am Nachmittag mit als erste Öffentlichkeit überhaupt unter das gigantische Zeltdach schauen durften. Pre-Eröffnungs-Eröffnung, sozusagen, nach einem Vortags-Privatkonzert für Anwohner, für das ich leider kein Ticket gewann. Dem Greenwich and Docklands International Festival sei aber Dank, denn im Rahmen dieses wunderbaren Festivals fand im The O2 ein ganzes Bündel an Performances statt, die die neue Venue beeindruckend in Szene setzen…wie das Video weiter unten im Text zeigt.

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Mirage

Date Juni 23, 2007

Oder auch: Les Trottoires de Jo’burg, ein Spektakel der französischen Compagnie Oposito, aufgeführt im Rahmen des Greenwich and Docklands International Festivals. Ja, genau, mein Lieblingsfestival in London, wie der reguläre Leser mittlerweile weiß. Meine dritte Roman-Road-Parade, was die Jungs und Mädels sich wohl diesmal ausgedacht hatten?

OpositoZunächst war die Route etwas anders: Es ging am Wellington Green los, zunächst kurz in den Victoria Park hinein, und dann die Roman Road entlang bis zum Start der Fußgängerzone. Das Thema der Show war äußerst afrikanisch, und weder Worte noch Bilder können das Spektakel würdig wiedergeben, man muss einfach dabei gewesen sein.

Grob geschildert schlingerten Schilder lautstark über den Teerbelag, und eine Art afrikanischer Stamm zelebrierte irgendwas mit Feuer und Speeren im Kreis. Dann wurde es bunt: Eine Truppe mit bunten Regenschirmen zog die Masse des Publikums hinter sich her, und schließlich kamen etliche Afrika-typische Tiere dazu. Keine echten, sondern überlebensgroße Maschinerien. Sehr sehenswert, spaßig, aber trotzdem fand ich die Paraden der vergangenen beiden Jahre etwas besser.

Kurzweilig war’s trotzdem, mein Fotoapparat hatte versagt, und anschließend gab’s noch ein kleines Dinner zu zweit beim Schnellasiaten, was ein paar Erinnerungen weckte – schließlich hatte ich mal gleich um die Ecke gewohnt.

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The Yacht

Date Juni 22, 2007

So. Dieses Pub verdient einen eigenen Artikel. The Yacht wurde zwar schon mehrmals hier erwähnt, aber trotzdem möchte ich noch einmal auf diese wirklich liebliche Lokalität über der Themse hinweisen. Berühmt ist der Laden für zwei Dinge: Erstens behaupten sie, das erste bzw. letzte Pub der westlichen Hemisphäre zu sein, zweitens seien sie berühmt für ihre Fish’n Chips. Und warum war ich heute wohl hier?

The Yacht, Greenwich, by Kake_Pugh via flickr.com

The Yacht, Greenwich, by Kake_Pugh via flickr.com

Richtig, wegen den Fish’n Chips, mit einer Irin und einem Australier im Schlepptau. Letzterer war völlig heiß auf echte, englische Fish’n Chips, und da wir das North Sea Fish Restaurant bereits probiert hatten, musste ein Laden her, der ähnliche Qualität bot. Da war ich mit der Yacht auf der sicheren Seite: Vor allem der Fisch kam so gut an, dass besagter Australier sich gleich noch ein zweites Filet bestellte – ohne Chips, ohne Peas, nur das pure, saftige, Innen heiße und superleckere Filet.

Da war ich dann doch ziemlich froh, nicht alleine mit meiner Meinung dazustehen, dass es hier mit die besten Fish’n Chips der Stadt gebe. Dem stimmt übrigens auch die geballte Kompetenz des Greenwich Phantoms zu.

Anschließend ließ ich mich doch tatsächlich noch überreden, “for the one” in die Nachbarkneipe zu gehen. Deren Namen erwähne ich lieber gar nicht erst, unter anderem auch weil es ein Greenwich INC Pub ist, und das muss ja boykottiert werden. Der Laden sieht mich auch nie wieder, weil ich solch siffige Toiletten selten gesehen habe, außerdem ist’s drinnen nicht sehr gemütlich.

Dann doch lieber wiederholt in die Yacht. Wenn sie nur die Klimaanlage etwas weniger stark blasen lassen würden.

Beer in the Evening Review
Fancy a Pint Review

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Picknick, Pimm’s und Popmusik: Summer in Holborn 2007

Date Juni 20, 2007

Auch dieses Jahr organisierte ich wieder die Picknick-Pimm’s-und-Popmusik-Serie über das deutsche Forum. Und es begann dort, wo es letztes Jahr endete: In den Red Lion Square Gardens beim Summer in Holborn Festival. Leider hatte sich das Format des Festivals geändert, und statt wöchentlicher Events gab es vier Tage und Abende hintereinander Unterhaltung – jeden Tag ein anderes Thema. Das einzige musikalische Thema war heute: Claire Warburton und der London Community Gospel Choir mit Soul- und Jazzklassikern, die zum Sing-Along einladen sollten, es glücklicherweise aber nicht so wirklich taten.

Red Lion Square, by russelldavies via flickr.com

Red Lion Square, by russelldavies via flickr.com

Da das letzte Picknick schon so lange her war, waren wir ob der Musik aber nicht so wählerisch. Wir pflanzten uns sowieso in den hinteren Teil der Gärten, damit die Musik nicht ganz so laut war, und ließen es uns einfach gut gehen. Ein lauer Sommerabend, ein wenig Musikuntermalung, Picknick und insgesamt sieben nette Leute. Was will man mehr?

Ok, ein paar von uns wollten noch mehr: Das monatliche deutsche Get-Together, noch bequem zu erreichen, da die Musik schon um 20:30 Uhr endete.

Die Event Management Agency Seventeen hat eine Mini-Rückschau mit ein paar Bildern.

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