Billy Elliot

Date March 8, 2007 | Map

Besuch aus Deutschland! Das bedeutet vier Tage gesicherte Abendunterhaltung. Erster Tag, erste Show: Billy Elliot. Das sind die Dinge, die ich aus eigenem Antrieb jetzt nicht unbedingt machen würde, aber mit Besuch natürlich sehr gerne. Und da man ein Musical nicht auf leeren Magen besuchen sollte, suchten wir uns zunächst etwas zu Essen.

Ticket

Ticket

Die Gegend um Victoria ist für mich ein eher weißes Blatt, was das Weggehen betrifft, insofern liefen wir einfach mal auf gut Glück los – und fanden The Elusive Camel. Anscheinend gab es 2007 dort noch kein Partygetue, jedenfalls wurden gerade die Tische im Dinner-Raum gedeckt. Wir waren somit die ersten, im Laufe der Zeit füllte sich der Raum allerdings. Dünne Auswahl an Ales, hauptsächlich Lager sowie Wein, das heißt Gastropub mit In-Publikum als Zielgruppe. Naja, wir wollten ja nur essen, und diesbezüglich hatten wir eine Auswahl aus der britischen Küche, die versucht, sich vom normalen Pub Grub abzuheben. Das Essen war letztendlich nicht schlecht, aber kein Grund, wiederzukommen. Man kann ja nicht immer Glück haben.

Beer in the Evening Review
Fancy A Pint Review

Dann aber die Show: Billy Elliot lief im Victoria Palace Theatre, mit 1.550 Plätzen durchaus eins der größeren Theater, erbaut 1911. Ein wirklich schönes Gebäude, perfekt für Musical. Dieses Musical beruht natürlich auf gleichnamigem Film, und wir waren gespannt, wie die Hauptrolle verkörpert würde, denn Billy ist ja ein kleiner Junge noch vor dem Stimmbruch. Dementsprechend sollten die Hauptdarsteller ähnlich jung sein. Wieso Hauptdarsteller im Plural? Weil offensichtlich vier Billys Abend für Abend rotieren, schließlich ist Kinderarbeit ja verboten…

Der Soundtrack stammt übrigens von Sir Elton John. Ich bin ja nicht gerade ein Fan von ihm, weil sich die Emotionalität seiner Songs mir überhaupt nicht erschließt, aber bei diesem Musical hat er durchaus solide Arbeit geleistet. Andere Höhepunkte waren die Akzente der nordenglischen Arbeiter, die ich nicht immer zu 100% dekodieren konnte. Und natürlich die Hauptrolle: Es heißt, die Billys können entweder exzellent tanzen oder exzellent singen, nicht aber beides. Unser Billy heute tanzte extrem gut – unglaublich, was dieser 13jährige leistete! Alleine deswegen lohnte sich dieses Musical, das zu einem netten Gesamtpaket verpackt wurde. Das Bühnenbild konnte da nicht ganz mithalten.

Insgesamt zwar nicht mein persönliches Lieblingsstück, aber dennoch unterhaltsam und durchaus den vollen Ticketpreis wert – es ist nicht immer einfach, für dieses Stück Ermäßigungen zu bekommen; ein Zeichen für eine gut laufende Show.



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