GDIF Birthday Party

Date June 25, 2006 | Map

10 Jahre Greenwich and Docklands International Festival. Happy Birthday! Das Festival bekommt aber kein Geschenk, sondern verteilt welche: Einen ganzen Tag lang wird an der Cutty Sark in Greenwich gefeiert mit hochqualitativem Straßentheater bis der Arzt kommt.


Ich traf mich mit einer Kollegin und ihrem Mann, und wir schauten uns einige der Darbietungen an, die alle paar Minuten begannen und von denen mindestes zwei oder drei parallel liefen. Hatte wirklich Festival-Atmosphäre, so würde ich meinen Geburtstag auch mal gerne feiern. Ist aber wohl nicht so einfach, ein solches Programm aufzustellen und so viele Leute anzulocken.

Speziell Holländern würde ich den Caravan of Desire von Spiral Flight empfehlen, ein opulentes Liebesdrama in einem bewegten Wohnwagen. War ganz nett, aber nicht unbedingt ein Höhepunkt, ebenso wie die vor allem für Kinder witzigen Screaming Tables: Tische, die gefüttert werden wollten. Stelzenkunst bot Scarabeus mit Danza Antigua, und ich wusste nicht, dass man auf Stelzen so derart mobil sein kann, einen mexikanischen Totentanz aufzuführen. Die Bängditos waren mit ihrer Ente wieder dabei, aber mein persönliches Highlight waren die Chipolatas, die mit ihrer groovingen Jonglage-Performance schnell das Publikum im Griff hatten. Einmalig, und kein Wunder, dass sie mit ihrer positiven Show bereits auf der ganzen Welt willkommen geheißen wurden. Schließlich hatte ich meine erste (aber absolut nicht letzte…) Erfahrung mit den Biegestab-reitenden Strange Fruit, die hier ihre Show Angels aufführten.

Anschließend waren wir noch im Coach and Horses mitten auf dem Greenwich Market, wo – oh Wunder – die Fußball-WM lief. Netter Pub, da schön im Hof des Markts gelegen. Dummerweise wurde es jetzt von Greenwich INC übernommen, also leider ein weiterer Ort zum boykottieren. Kurzer Hintergrund: INC kauft in Greenwich gut gehende, etablierte Pubs auf und modelt sie zu seelenlosen und dazu noch teuren Gastropubs auf. Zielpublikum sind eindeutig auswärtige Touristen und Partyvolk, das lokale Publikum wird herausgeekelt. Sehr schade, weil die entsprechenden Pubs vor dem INC-Makeover noch einen echten, eigenständigen Charakter hatten, der durch INC dem Massengeschmack geopfert wurde. Daher findet man z.B. in der Trafalgar Tavern in bester Lage direkt an der Themse niemanden, der aus Greenwich kommt. Die gehen lieber in The Yacht nebenan, wo es nebenbei bemerkt die besten Fish & Chips in London gibt!

Coach & Horses:
Beer in the Evening Review
Fancy a Pint Review
Time Out Review

 


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