Saharaween

Date March 21, 2007 | Map

Noch eine Geburtstagsfeier, diesmal auf marokkanisch (das Dinner) im Saharaween, ein kleines Restaurant mitten im Getümmel in einer Nebenstraße zwischen Leicester Square und Piccadilly Circus. Eng ist’s dort, das ist bei der Ladengröße aber nicht verwunderlich. Nach kurzer Nachfrage wurde ich in den Keller verwiesen, der dann auch deutlich gemütlicher aussah: Man saß hier nicht auf ‘normalen’ Stühlen, sondern auf kleinen Hockern, Kissen oder der gepolsterten Bank an tiefen Tischen. Überhaupt war alles sehr marokkanisch dekoriert in Erdtönen, dennoch sehr farbig.

Typisch marokkanisch ist die aus Lehm gebrannte Tagine, in der ein komplettes eintopfähnliches Gericht gegart wird. Ich suchte mir ein vegetarisches Tagine-Gericht aus, das in der geschlossenen Tagine geliefert wurde. Die Bedienung hob alle Deckel gleichzeitig ab, soweit möglich, wodurch im Nu eine kleine Dampfwolke gen Decke schwebte. Offensichtlich sehr heiß, das Gericht. Optisch sah es dank der Tagine sehr gut aus, geschmacklich war es allerdings etwas langweilig. Die anderen Gerichte waren da wohl deutlich besser.

Das Dinner beendeten wir mit einer Runde Minztee, was noch ein überraschendes Highlight wurde: Zunächst waren die Bronzekannen sehr hübsch, dann demonstrierte der Kellner seine Eingieß-Erfahrung, bis er die Kanne mit einer Hand über seinen Kopf hielt, während die kleinen Gläser in seiner Hand etwa auf Hüfthöhe waren. Das haben wir beim Nachschenken lieber nicht selbst probieren wollen. Der Minztee war aber extrem gut – ok, man kann da wohl nicht viel falsch machen, ich hatte aber schon deutlich schlechteren.

Insgesamt gut durch die Atmosphäre, wenngleich ich von meinem Gericht enttäuscht war.

Probiertipp: Minztee.

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Der Abend endete letztendlich im Captain’s Cabin beim monatlichen Get Together der deutschen Community.



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